Exkursion in den Steigerwald

Im Steigerwald befinden sich einige der wertvollsten Buchenwälder Deutschlands. Das W-Seminar Biologie und der Biologiekurs von Herrn Malkmus gingen bei einer Exkursion in die Wälder bei Ebrach der Frage nach, was das besondere an diesen Wäldern ist und warum sich ein breites Bündnis für die Ausweisung als Nationalpark stark macht. Zunächst stellte Ulla Reck vom Freundeskreis Nationalpark in einem Diavortrag im Ebracher Rathaus den Steigerwald und seine Geschichte vor. Dabei ging es im Wesentlichen um die seit Jahren andauernde Diskussion um die Einrichtung eines Nationalparks. Der massive Widerstand bei einem Teil der ortsansässigen Bevölkerung und der Staatsregierung verhindere bisher die Ausweisung als Nationalpark, der allerdings die Voraussetzung für die Bewerbung als UN-Weltnaturerbe wäre, so Reck. Die von den Gegnern vorgebrachten Ängste und Befürchtungen ließen sich alle entkräften. Von der naturschutzfachlichen Bedeutung her sind die Wälder des geplanten Nationalparkgebiets (alles Staatswald) in Deutschland unter den Top 10 der wertvollsten Buchenwälder! Mit der Genehmigung der Regierung von Oberfranken und durchstreiften die Schüler dann das Naturschutzgebiet Brunnstube, das sonst für die Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und ein Kernstück des Nationalparks werden soll. Hier finden sich riesige, bis zu 300jährige Buchen. Eine weitere Besonderheit ist das viele stehende und liegende Totholz - da hier seit Jahrzehnten keine Forstwirtschaft betrieben wird, dürfen Bäume nach ihren eigenen Gesetzen sterben und vermodern. Dabei ist der Begriff Totholz irreführend - im und vom Totholz leben mehr Arten (v.a Käfer und Pilze) als auf dem lebenden Baum! Einige Vertreter davon konnten die Schüler bei ihren Untersuchungen auch entdecken. Mit dem Gefühl, in einem besonderen Wald gewesen zu sein, ging es dann wieder zurück nach Hersbruck.