KTB - Logbuch einer Spannenden Studienfahrt

Am Montag, den 20. Oktober 2014, bricht der Q12-Geologie-Kurs unter Leitung von Herrn StR Martin zusammen mit Frau StRin Gommel zu einer dreitägigen Exkursion mit dem Ziel „Kontinentalen TiefBohrung“ (KTB) auf, die sie mehrere zehn Millionen Jahre in die erdgeschichtliche Vergangenheit zurückversetzen wird.

Gegen 9 Uhr fährt der Bus am Hersbrucker Jakobsplatz ab und erreicht ca. 1 1/2 h später die KTB in der Nähe des beschaulichen oberpfälzischen Ortes Windischeschenbach. An diesem geologischen besonders interessanten Ort bohrten Geowissenschaftler verschiedener Nationalität von 1987 bis 1994 mit Hilfe des weltweit höchsten Landbohrturms und eigens entwickelten Innovationen, die bis heute (!) den Weltstandard bilden, 9191m tief in die obere Erdkruste und schufen so das bis heute tiefste Bohrloch der Welt in harten kristallinen Gestein. Nach Einstellung der Bohrungen entstand im Jahr 1998 rund um die weltbekannte KTB das „GEO-Zentrum an der KTB“ als Informations- und Begegnungsstätte für Wissenschaft, Schule und Öffentlichkeit, weshalb sie auch als „Mekka der Geologen“ bekannt ist.
Das GEO-Zentrum besitzt ein hausinternes Kino, eine Blackbox, eine Photovoltaikhalle, Labore, Seminarräume, einen Tagungssaal, eine Dauerausstellung zu den Themen „System Erde“ und „KTB“ sowie ein für die Öffentlichkeit unzugängliches Bohrprobenarchiv und das Tiefenobservatorium „Blaue Stadt“.
Im Rahmen des Moduls „Gesteinskunde“ wird der Kurs über den Gesteinskreiskreislauf und die Bestimmung von Gesteinen informiert, was sie auch praktisch umsetzen dürfen. Am Nachmittag werden die Zimmer des ehemaligen Herrenhauses „Stützelvilla“ bezogen und der Abend klingt in gemeinsamer Runde aus.
Am Dienstag, den 22. Oktober 2014, werden in kleineren Arbeitsgruppen die verschiedenen Bereiche des Rahmenthemas „Vulkanismus“ erarbeitet. Die Ergebnisse der jeweiligen Gruppen werden dann vor dem gesamten Kurs präsentiert. Am Abend findet eine interessante Führung durch ein Windischeschenbacher Kommunbrauhaus mit anschließend kleiner Kostprobe des berühmten Zoigl-Biers statt.
Am Mittwoch, den 22. Oktober 2014, reist der Kurs von der „Stützelvilla“ ab und bricht zu einer Feldexkursion zur „Fränkischen Linie“ und dem erloschenen Vulkanberg „Parkstein“ auf. Da das Wetter jedoch nicht wirklich mitspielt, wird die Feldexkursion etwas kürzer gehalten, da die meisten Schüler sehr durchgefroren sind.
Um einige interessante und schöne Erinnerungen reicher kehrt Herr Martins Geologie-Kurs gegen 15 Uhr am Jakobsplatz zurück, und man ist sich einig, dass die KTB auf alle Fälle eine Reise wert ist.

Julian Hüter, Q12 (2014/2015)

Weitere Informationen zur KTB unter: http://www.geozentrum-ktb.de