Spanischaustausch mit Palencia - Intercambio español con Palencia

16 Schüler. 10 Tage. Und eine kleine Stadt in der Mitte von Spanien. Und doch war der Austausch viel mehr als das.

Als die Jugendlichen müde und doch gespannt den Madrider Flughafen verlassen, wissen sie noch nicht, was sie hier erwarten wird. Noch steht ihnen eine dreistündige Fahrt mit dem Bus bevor, ehe sie in Palencia endlich auf ihre spanischen Austauschpartner treffen. Noch sind die Schüler aus Hersbruck und Nürnberg ganz ruhig, aber das ändert sich schlagartig, als das erste Straßenschild mit dem Namen 'Palencia' auftaucht. Plötzlich werden 16 Nasen an der Fensterscheibe platt gedrückt und die Handys werden gezückt, um der Verwandtschaft im fernen Deutschland die nötigen Bilder zu schicken. Und dann ist es endlich so weit, der Bus rollt in die Innenstadt und schon von weitem sieht man die spanischen Schüler mit bunt bemalten Willkommensschildern. Was für eine Aufregung! Berührungsängste gibt es nicht. Die Deutschen werden bebusselt, umarmt und der Familie vorgestellt. Sofort scheint man Teil der Familie. Auch in den nächsten Tagen lernen die Klassen die Herzlichkeit und Offenheit der Spanier kennen und zu schätzen.

Gleich am nächsten Morgen gibt es eine Kennenlernrunde in der Bibliothek des Colegios Santo Domingo de Guzman. Nach einer sehr ausführlichen Stadtführung werden die deutschen Schüler vom Bürgermeister im Rathaus Palencias in Empfang genommen. Zum Mittagessen werden sie von ihren Austauschpartnern beim McDonald's zum Essen eingeladen. Den Nachmittag verbringen sie mit den Gastfamilien. Am Freitag besuchen die Schüler das IES Victorio Macho, die zweite Partnerschule. Anschließend gilt es eine Stadtrally zu bewältigen, bei denen die Jugendlichen quer durch Palencia gejagt werden. Trotzdem ein gelungener Abschluss, denn danach kommt erstmal das Wochenende, das die Austauschpartner zusammen mit verschiedenen Aktivitäten verbringen. Am Montag steht ein gemeinsamer Ausflug nach Santander, einer Stadt am Meer, an. Nach einem spaßigen Strandaufenthalt am Sardinero – mit Sonnenschein im März! – und der Besichtigung des Leuchtturms Faro de cabo mayor geht es für einige Stunden ins Zentrum der wunderschönen Stadt Santander.

Am Dienstag steht ein anstrengender Aufstieg zum Christo der Stadt an. Doch die Aussicht über Palencia entschädigt für alles. Es folgt ein Ausflug nach Valladolid am Mittwoch, der nächstgrößten Stadt in der Nähe von Palencia. Dort gibt es eine anschauliche Stadtführung, bei der die Schüler spielerisch-historisch mit einbezogen werden. Nach einer spannenden Exkursion durch die Weinkeller Palencias am Donnerstag geht es für die Schüler weiter zu der Schokoladenfabrik La Trapa, wo die Schüler noch schnell die letzten leckeren Mitbringsel für die Familie besorgen.

Die letzten Stunden mit der Gastfamilie werden genossen, denn am nächsten Tag geht es schon wieder nach Hause. Bedrückte Stimmung herrscht beim letzten gemeinsamen Frühstück aller Schüler vor der Abreise. Und dann ist es soweit. Der Abschied naht. Tränen fließen. Gruppenumarmungen finden statt und schließlich winken die Spanier den Deutschen im davonfahrenden Bus traurig hinterher.

Die Tage sind dahin geflogen. Doch trotz der Trauer über die zurückgelassenen neuen Freunde freuen sich die 16 Jugendlichen auf ein Wiedersehen mit der Familie und Freunden. „Nur noch drei Monate!“ macht die Runde, denn schon im Juni werden sich die Freunde wiedersehen. Und darauf freuen sich alle schon.