Von Fußtritten, Cyanobakterien und platonischen Körpern

Naturwissenschaftlicher Abend mit breitem MINT-Programm

Am 16.1.2017 fand zum nun bereits siebten Mal der naturwissenschaftliche Abend am PPG statt, der Schülerinnen und Schülern eine Plattform bietet, die Ergebnisse ihrer Arbeiten und Projekte aus den MINT Fächern (Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik) der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Beiträge dafür stammen zu großen Teilen aus den Seminaren der Oberstufe, aber auch aus den Arbeitsgemeinschaften sowie Einzelprojekten.

Der Abend begann mit einem kurzen Überblick über Möglichkeiten und Angebote für Schüler im Rahmen des MINT ec -Netzwerks, bei dem das PPG seit diesem Schuljahr Mitglied (als Anwärter) ist. Elisabeth Walter und Jasmin Campagna, die dann auch als Moderatorinnen durch den Abend führten, stellten in einem ersten Beitrag begeistert ihre Erfahrungen von MINT ec-Forschungscamps zu den Themen „Teilchenphysik“ und „Meeresbiologie“ (Helgoland) vor.

Nach der Vorstellung eines Klassenprojektes der (ehemaligen) 7a zum Thema „Lernvideos für den Mathematikunterricht“ stellten die P-Seminare der Q12 ihre Ergebnisse vor: In Informatik haben die Schülerinnen und Schüler einen Geocache angelegt, in Chemie wurde der Brauprozess untersucht und Bier hergestellt, und die Biologen legten im Schulgarten einen „outdoor-classroom“ an, der in Zukunft einer Klasse Unterricht im Freien ermöglichen soll.

Anschließend folgten die Vorstellungen der Seminararbeiten aus den W-Seminaren. In einem längeren und fachlich etwas in die Tiefe gehenden Vortrag stellte Florentien Bach die platonischen Körper und damit verbundene mathematische Berechnungen vor. Die meisten Schüler hatten allerdings „nur“ eine kurze zwei- bis dreiminütige Präsentation vorbereitet, mit der sie einen kurzen Anriss der behandelten Fragestellungen oder Projektideen boten und Interessierte auf ihre Stände verwiesen. Eine weitere Mathematikarbeit befasste sich mit Kristallografie. In der Physik behandelten die Schülerinnen und Schüler Aspekte aus dem Sport und deckten Themenfelder aus Tennis und Tischtennis, Karate, Sprint und natural running, Liegestütz und Trampolin ab. Die Biologen befassten sich mit Gewässerökologie und untersuchten Plankton aus dem Happurger Baggersee, Cyanobakterien, die Gewässergüte und die menschlichen Einflüsse an der Pegnitz, die Vegetation am Igelsee bei Hartenstein und die Auswirkungen von Reinigungsmitteln auf Wasserflöhe.

Fächerübergreifend war dieses Mal auch die Kunst mit einer Ausstellung von Schülerarbeiten aus der Q12 vertreten. Im Bereich der Fertigung von Kunstwerken oder Designobjekten gibt es starke Überschneidungen mit der Technik. Ein Beitrag zur Herstellung eines Stuhls aus Pappe mithilfe von Vektorgrafiken und einem Lasercutter im Fablab Nürnberger Land zeigte dies eindrucksvoll.

Die etwa 130 Besucher - Eltern und Freunde, Mitschüler und Lehrer, aber auch zahlreiche interessierte Gäste hatten vor und nach den Vorträgen Gelegenheit, sich an den Ständen ausführlicher zu informieren und die Referenten mit Detailfragen zu löchern. Die Stände selbst waren äußerst attraktiv gestaltet; die Schülerinnen und Schüler hatten mit Sportgeräten, Laptops, Mikroskop, Aquarium und anderem Material den Werdegang ihrer Arbeiten anschaulich gemacht. Hochwertige selbstgestaltete DIN A0-Poster (dankenswerterweise vom LionsClub gesponsort) auf Stellwänden boten zudem die Atmosphäre eines wissenschaftlichen Kongresses und den beteiligten Schülerinnen und Schülern einen möglichen Vorgeschmack auf Anforderungen und Chancen eines naturwissenschaftlichen Studiums.