Naturwissenschaftlicher Abend 2018

„Wat is en Dampfmaschin?“

Meilensteine der Technik, Heilpflanzen, ein Gartenteich und Erneuerbare Energien – der Naturwissenschaftliche Abend 2018 bot wieder ein breites Themenspektrum aus den MINT-Fächern.

Am 18.1.2018 fand zum nun bereits achten Mal der naturwissenschaftliche Abend am PPG statt, der Schülerinnen und Schülern eine Plattform bietet, die Ergebnisse ihrer Arbeiten und Projekte aus den MINT-Fächern (Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik) der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Beiträge dafür stammen zu großen Teilen aus den Seminaren der Oberstufe, aber auch aus den Arbeitsgemeinschaften sowie Einzelprojekten.

Das bereits vom letzten Jahr erprobte Moderatorinnenduo Elisabeth Walter (Q12) und Jasmin Campagna (Q11) leitete das Publikum durch den Abend. Zunächst gab es für die beteiligten externen Partner die Möglichkeit, sich vorzustellen. Dies nutzten Frau Dutschmann von der Stiftung CyberMentor und Herr Dr.Eysel-Zahl von der VRD Stiftung Erneuerbare Energien, der der Schule ein aufwändig gestaltetes Materialset der Stiftung überreichte, mit dem zukünftig ältere Schüler des PPG jüngeren Kindern an Grundschulen und Kitas spielerisch das Thema erneuerbare Energien nahebringen sollen.

Die beiden MINT-Koordinatoren der Schule, StR Klaus Fröhlich und OStR Torsten Krämer, konnten dem Publikum die freudige Nachricht übermitteln, dass die Schule seit diesem Jahr Vollmitglied im MINT-EC-Netzwerk ist und sich damit für Schüler und Lehrer vielfältige Möglichkeiten zu Fortbildung und Forschung ergeben. Eine entsprechende MINT-EC- Plakette wurde an OStD Klaus Neunhoeffer überreicht.

Jasmin Campagna präsentierte ihre Arbeit aus dem Jugend forscht-Wettbewerb zum Thema Plastikverschmutzung, aus dem FabLab Nürnberger Land wurden aus Pappe herausgelaserte, filigrane Krippenfiguren (5. Klasse, Kunst) vorgestellt und die frisch gekürten Sieger der hausinternen Ausscheidung des Wettbewerbs „Jugend präsentiert“, Sarah Kaika (8a) und Emma Kelsch (8d) deckten in ihrem kurzweiligen Beitrag die psychologischen Tricks der Supermärkte auf.

Vertreten waren auch die P-Seminare Physik mit einer selbstgebauten Sonnenuhr und Biologie, dessen Schülerinnen und Schüler einen Teich im Schulgarten angelegt haben und die aufwändigen Arbeiten mit vielen Bildern vorstellten.

Schwerpunkt des Abends waren – wie auch in den Jahren zuvor – die Arbeiten aus den W-Seminaren der Oberstufe. Aus Physik und Biologie stellten jeweils sieben Schüler, aus Chemie eine Schülerin ihre Seminararbeiten in Form kurzer Powerpoint-Präsentationen vor, beschränkten sich dabei aber darauf, mit ihren Folien, Fragestellungen und Versuchen das Interesse der Zuhörer zu wecken. Die Physiker präsentierten jeweils einen „Meilenstein der Technik“. Die Arbeiten über Radio und Funk, Thermosflasche, Dampfmaschine, LEDs und Pedelec behandelten Erfindungen, die den Zuhörern auch aus dem Alltag bekannt sind, Raketentechnik und insbesondere die „schnellen Neutrinos“ führten dann aber schon in weitere – räumliche wie wissenschaftliche – Sphären.

Die Biologen hatten sich in ihren Arbeiten mit pflanzlichen Heilmitteln befasst und dazu unterschiedliche Pflanzenarten - Ingwer, Kamille, Baldrian, Arnika, Aloe vera, Chinarindenbaum und Weide - deren medizinische Wirkungen schon „seit Großmutters Zeiten“ bekannt sind, auf ihre Inhaltsstoffe und deren Wirkung untersucht. Auch die Arbeit „Prodrugs“ aus dem Seminar „Chemie geht durch den Magen“ befasste sich mit pharmazeutischen Inhalten.

Für ausführliche Informationen und Gespräche standen die Referenten vor und nach dem Vortragsteil an ihren Infoständen zur Verfügung. Diese waren äußerst attraktiv gestaltet; die Schülerinnen und Schüler boten mit einer selbstgebauten Dampfmaschine, Modellen, chemischen Extraktions- und Destillationsapparaturen und anderem Material einen vielfältigen Einblick in naturwissenschaftliche Arbeitsmethoden und machten so auch den Werdegang ihrer Arbeiten anschaulich. Hochwertige selbstgestaltete DIN A0-Poster (dankenswerterweise vom LionsClub gesponsert) auf Stellwänden boten zudem die Atmosphäre eines wissenschaftlichen Kongresses und den beteiligten Schülerinnen und Schülern einen möglichen Vorgeschmack auf Anforderungen und Chancen eines naturwissenschaftlichen Studiums.