Eine besondere Aufgabe führte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 12 nach München. Dort begleiteten die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Dreharbeiten für eine Folge der BR-Reihe „Lebenslinien“, sondern wirkten auch aktiv an der Produktion mit. Diese ist dem Leben und Wirken von Terry Swartzberg gewidmet. Die seit vielen Jahren erfolgreiche Dokumentationsreihe des Bayerischen Rundfunks porträtiert Menschen, deren Lebenswege von besonderen Erfahrungen, Herausforderungen und gesellschaftlichem Engagement geprägt sind. Im Mittelpunkt stehen dabei persönliche Geschichten, die zugleich Einblicke in historische und gesellschaftliche Entwicklungen geben.
Terry Swartzberg zählt zu den bekanntesten Vertretern des jüdischen Lebens in Bayern. Der gebürtige US-Amerikaner lebt seit vielen Jahren in München und engagiert sich gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit.
Begleitet wurde der Drehtag von der BR-Redakteurin Steffi Illinger, die den Jugendlichen Einblicke in die Arbeit eines professionellen Filmteams ermöglichte. Die Schülerinnen und Schüler konnten vor Ort miterleben, wie dokumentarische Fernsehbeiträge entstehen und welche Schritte notwendig sind, um eine Lebensgeschichte filmisch aufzubereiten.
Zentraler Schauplatz des Projekttages war die DenkStätte Weiße Rose an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Dort setzten sich die Jugendlichen mit dem Widerstand der Geschwister Scholl und ihrer Mitstreiterinnen und Mitstreiter gegen die nationalsozialistische Diktatur auseinander. Die DenkStätte erinnert an den Mut der studentischen Widerstandsgruppe und verdeutlicht bis heute die Bedeutung von Zivilcourage, Verantwortung und demokratischem Handeln. Diese Werte spiegeln sich auch im Engagement von Terry Swartzberg wider.
Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler dabei von der langjährigen Vorsitzenden der Weiße Rose Stiftung e. V., Hildegard Kronawitter, sowie von Ursula Kaufmann, die den Jugendlichen die Bedeutung des historischen Ortes näherbrachten. In Gesprächen erhielten die Teilnehmenden vertiefte Einblicke in die Geschichte der Weißen Rose und deren Aktualität für die Gegenwart.
Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bestand darin, Beiträge für Social-Media-Kanäle rund um die DenkStätte Weiße Rose zu produzieren. Sie dokumentierten ihre Eindrücke vor Ort, führten Interviews und entwickelten eigene digitale Formate, um die Geschichte der Weißen Rose insbesondere für junge Menschen zugänglich zu machen. Dabei konnten sie ihre Medienkompetenz erweitern und zugleich erfahren, welche Herausforderungen mit der Vermittlung historischer Themen auf modernen Kommunikationsplattformen verbunden sind.