PPG ist Umweltschule

PPG ist jetzt „Umweltschule in Europa“

 

Bereits am 26.11.18 überreichten bei einer Auszeichnungsfeier in Straubing das Umweltministerium und der Landesbund für Vogelschutz LBV den erfolgreichen Schulen die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ für das Schuljahr 2017/2018. Als eine von 10 Schulen und einziges Gymnasium aus dem Landkreis erhielt auch das Paul-Pfinzing-Gymnasium die entsprechende Auszeichnungsurkunde und eine Fahne mit dem Umweltschulen-Logo. Diese wurde nun gut sichtbar in der Eingangshalle des PPG aufgehängt.

 

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten Schulen, die zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit durchführen, dokumentieren und einer Jury präsentieren. Eines davon muss eines der vier Themenfelder bearbeiten, die jedes Jahr von der Jury vorgegeben werden; das zweite kann auch ein schuleigenes Thema sein. Wie Nachhaltigkeit darüber hinaus im Schulleben verankert ist, wird ebenfalls dokumentiert. Die Jury aus Mitgliedern des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, der Akademie für Lehrerfortbildung in Dillingen sowie des LBV als Koordinator dieser Auszeichnung entscheidet über die Vergabe des Titels.

Das erste Projekt des PPG hatte sich mit dem Themenfeld „Nachhaltiges und faires Konsumieren“ auseinandergesetzt und dabei die Lebensmittelverschwendung in den Fokus gerückt. Die Schülerinnen und Schüler stellten aus aussortiertem Obst und Gemüse, das lokale Supermärkte freundlicherweise zur Verfügung stellten und das - obwohl zu großen Teilen noch gut - ansonsten großteils im Müll gelandet wäre, frische Säfte, Smoothies und Milchshakes her und schenkten diese beim „Saftladen“ einmal im Monat in der Pause an durstige Schüler gegen Spende aus. Erweitert wurde die Aktion dann bei den Projekttagen der Q11, die mit Unterstützung der „Vorratskammer“ in Kleinviehberg die aussortierten Waren einkochte. Die dabei entstandenen Marmeladen, Brotaufstriche, Säfte und Saucen wurden am Schulfest gegen Spende abgegeben. Mit dem Projekt wollen die Schülerinnen und Schüler auf die immense Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam machen, nicht nur in den Supermärkten (die unterliegen oft äußeren Zwängen), sondern auch zu Hause. Mit dem gespendeten Geld wurde eine Entwicklungshilfeorganisation unterstützt.

Das zweite Projekt des PPG bearbeitete das schuleigene Thema „Biodiversität“. Hierzu hatte ein P-Seminar Biologie der Oberstufe in einem Jahr Arbeit im Schulgarten einen etwa 30 qm großen Gartenteich angelegt. In verschiedenen Tiefen- und Uferzonen wurden heimische Wasser- und Sumpfpflanzen angesiedelt; am Ufer wurden teilweise Steinmauern angelegt und mit Steingartenarten bepflanzt. Die neu geschaffenen Lebensräume sollen nun auch Insekten, Amphibien und anderen Tieren eine Heimat bieten. Außerdem soll der Teich auch für unterrichtliche Zwecke genutzt werden; dazu wurde eine Grundausstattung zum Keschern und Wasseruntersuchen angeschafft.

375 bayerische Schulen haben in diesem Jahr die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten. Das sind wieder deutlich mehr als im Vorjahr (348 Schulen). Für Birgit Feldmann, die Landeskoordinatorin im LBV, ist dabei besonders erwähnenswert, dass alle bayerischen Schularten bei dieser Auszeichnung vertreten sind. Ganz gleich ob Grundschulen, Förderschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien, Berufsschulen, Wirtschaftsschulen oder private Schulen – in jedem Bereich lässt sich Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung realisieren. Die Projekte und die Auszeichnung sollen das persönliche Engagement und die Eigeninitiative junger Menschen fördern, einen Beitrag zu mehr Umweltschutz im Schulalltag leisten und dazu beitragen, einen nachhaltigen, generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ wird jeweils für ein Schuljahr vergeben. Viele Schulen sind schon über 10 Jahre dabei, um das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit konsequent ins Schulprofil einzubauen. Für das PPG war es das erste, aber sicher nicht das letzte Mal.