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Jugend forscht 2026 am PPG: Vier Projekte beim Regionalwettbewerb Nürnberg

Der Wettbewerb Jugend forscht ist Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb im MINT-Bereich und gibt jungen Forscherinnen und Forschern die Möglichkeit, eigene wissenschaftliche Fragestellungen zu verfolgen, Experimente durchzuführen und ihre Ergebnisse vor einer Fachjury zu präsentieren. In diesem Jahr war das Paul-Pfinzing-Gymnasium Hersbruck mit gleich sechs Projekten beim Regionalwettbewerb in Nürnberg angemeldet, zwei Projekte konnten leider nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Der Erfolg der teilnehmenden Kandidaten kann sich sehen lassen: alle vier Projekte wurden ausgezeichnet. Hier zeigt sich auch, warum wir als Paul-Pfinzing-Gymnasium in diesem Jahr wieder als Mitglied im MINT-EC-Netzwerk – einem bundesweiten Verbund von Schulen mit besonderem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – bestätigt wurden.

 

Die eingereichten Arbeiten deckten ein breites Themenspektrum ab: von Informatik, Kryptographie und dezentralen Netzwerken bis hin zu Technik und Luftfahrt. Was alle Projekte verbindet, ist die eigenständige Auseinandersetzung mit einer echten Forschungsfrage — weit über den normalen Schulunterricht hinaus.

Unsere Projekte im Überblick

Teilnehmer Titel Fachbereich Auszeichnung
Richard Reichel Photo2Seed — Generieren einer Seedphrase aus Bildern Mathematik/ Informatik 3. Preis Mathematik/Informatik Sonderpreis: Jahresabonnement c’t-Magazin
Jan Rupprecht Peer-to-Peer für Soziale Netzwerke Mathematik/ Informatik 3. Preis Mathematik/Informatik Sonderpreis: Jahresabonnement c’t-Magazin
Jonas Guthmann Bau einer Drohne Technik Sonderpreis: Elektronik, Energie- oder Informationstechnik
Andrei Buzhyhayeu Luftschiffe als Transportmittel der Zukunft in der Logistik Technik 3. Preis Technik

 

Highlights aus den Projekten

Richard Reichel beschäftigte sich mit einem hochaktuellen Thema aus der Kryptographie: Unter dem Titel „Photo2Seed — Generieren einer Seedphrase aus Bildern“ entwickelte er ein Verfahren, das aus Bilddaten kryptographische Schlüssel erzeugt. Diese sogenannten Seedphrases sind in der digitalen Welt — etwa bei Krypto-Wallets — von zentraler Bedeutung. Das Projekt überzeugte die Jury gleich doppelt: Richard erhielt den 3. Preis im Fachbereich Mathematik/Informatik sowie einen Sonderpreis in Form eines Jahresabonnements des c’t-Magazins für Computertechnik. Eine tolle Leistung!

Jan Rupprecht widmete sich einer hochaktuellen Frage der digitalen Gesellschaft: Wie kann ein soziales Netzwerk aussehen, das ohne zentrale Server auskommt? Unter dem Titel „Peer-to-Peer für Soziale Netzwerke“ entwickelte er einen funktionsfähigen Prototyp für ein dezentrales Netzwerk — als Alternative zu den großen, monopolistischen Plattformen. Kernidee ist eine Architektur aus Peer- und Relay-Modulen, die über Public-Key-Kryptographie abgesichert sind. Jeder Nutzer erhält dabei seinen eigenen kryptographischen Schlüssel, ohne auf einen zentralen Anbieter angewiesen zu sein. Ein technisch anspruchsvolles und gesellschaftlich relevantes Projekt.

Jonas Guthmann verfolgte eine ebenso praktische wie anspruchsvolle Fragestellung: Wie baut man aus alten, defekten Bauteilen eine funktionsfähige Drohne? In seiner Arbeit „Bau von einer Drohne“ dokumentierte Jonas den gesamten Prozess — von der Bestandsaufnahme alter Komponenten über Lötarbeiten und Softwarekalibrierung bis zum erfolgreichen Testflug. Selbststudium, Geduld und technisches Geschick führten zu einem funktionierenden Quadrocopter und einem Sonderpreis im Bereich Elektronik, Energie- oder Informationstechnik.

Andrei Buzhyhayeu fragte sich, ob Luftschiffe in der modernen Logistik eine Renaissance erleben könnten. In seiner Arbeit „Luftschiffe als Transportmittel der Zukunft in der Logistik“ analysierte er Transportkosten und Umweltauswirkungen verschiedener Verkehrsträger und konstruierte dazu selbst ein funktionsfähiges Luftschiff-Modell: mit einem 3D-gedruckten PLA-Rahmen, zwei Heliumballons, einem Arduino-Nano-Steuermodul und Brushless-Motoren. Das Ergebnis: Luftschiffe positionieren sich wirtschaftlich zwischen Containerschiff und Flugzeug — günstiger als Flugzeuge, schneller als Schiffe. Die Jury würdigte das Projekt mit dem 3. Preis im Fachbereich Technik.

Herzlichen Glückwunsch an Richard, Jan, Jonas und Andrei zu ihren hervorragenden Leistungen!

 

Klaus Froehlich